Sightseeingtour bei -28°C!
Die Sami, die sich als ein Volk begreifen, leben heute auf dem Territorium von vier Staaten. Norwegen, Schweden, Finnland und Russland haben sich den Lebensraum der Sami einverleibt. Das unkriegerische Volk, das sich nicht als Staat organisierte und den Begriff "Landbesitz" nicht kannte lebten lange als Nomaden und zogen mit den Rentieren, heute gehen die meisten Samen „normalen“ Berufen nach.
Wo der Winter neun Monate dauert, der Boden gefroren bleibt und die Sommer kurz und veränderlich sind. Dort brachten die Sami etwas zustande, was kein Skandinavier sich zugemutet hätte und was eine Kunst zu nennen ist: das Überleben in arktischer Gegend, im Umgang mit einer sensiblen Umwelt und herausfordernden klimatischen Bedingungen.
Es soll etwa 40 000 - 60 000 Sami geben, davon leben 20.000 - 30.000 in Norwegen, 10.000 - 20.000 in Schweden, 3.000 - 5.000 in Finnland und rund 2.000 In der Sowjetunion.
Eine reine Kultur gibt es nicht, immer ist sie ein Produkt von gegenseitigem Geben und Nehmen.
Die Frage nach der Herkunft der Sami lässt sich nicht mit Sicherheit beantworten. Kulturell besteht auf jeden Fall eine Verbindung mit sibirischen Völkern, z.B. den Samojeden. Noch heute leben in Nentsi/Ural Rentier-Nomaden, die ihr Zelt genau gleich aufbauen und einteilen wie die Sami. Als gesichert kann, nach dem heutigen Stand der Forschung, nur gelten, dass um 500 v.Chr. Vorfahren der Sami, sogenannte Proto-Sami, zwischen dem Weissen Meer und Onega- und Ladogasee lebten.



